Horlacher, K. D., Bullmann, F. & Kieser, B. (in Vorbereitung). Wirkfaktoren in der Psychotherapie: Eine Vergleichsstudie.

Aus den Therapietheorien der Gesprächspsychotherapie und der Verhaltenstherapie werden die theoretischen Wirkfaktoren abgeleitet und. Es wurden daraus zwei Fragebögen konstruiert: 1. inwieweit Therapeuten sich den theoretischen Wirkfaktoren entsprechend verhalten, und 2. inwieweit Klienten das entsprechende Therapeutenverhalten für sich als hilfreich erleben. Die Fragebögen wurden gemeinsam mit dem VEV-R-2001 (Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens) von 171 Klienten der beiden genannten Verfahren bearbeitet.


Ergebnisse:

oBeide Therapieverfahren sind gleich wirksam.

oOb die Klienten ein Therapeutenverhalten als hilfreich erleben, ist kein Moderator dafür, dass das Therapeutenverhalten tatsächlich wirkt.

oSowohl die theoretischen Wirkfaktoren der Gesprächspsychotherapie, als auch die der Verhaltenstherapie, sind für den Therapieerfolg bedeutsam.

oDie theoretischen Wirkfaktoren der Gesprächspsychotherapie (die Basisvariablen) sind innerhalb der Gesprächspsychotherapie echte Wirkfaktoren (direkter Pfad zum Therapieerfolg), wohingegen sie innerhalb der Verhaltenstherapie Basisvariablen bilden, die lediglich über den Pfad verhaltentherapeutischer Interventionen ihre Wirkung entfalten.

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